Standortakquisition
Der Auswahl geeigneter Standorte kommt eine entscheidende Bedeutung bei der Entwicklung von Projekten zu. Im Vorfeld muss geklärt werden, ob Probleme hinsichtlich der Genehmigung auftreten können. Eine wichtige Rolle für die Wirtschaftlichkeit der Anlage spielt die Möglichkeit zur Abwärmenutzung. Ideale Standortbedingungen bieten dafür Industriegebiete mit hohem Prozess- bzw. Heizwärmebedarf und der Bereitschaft langfristige Verträge abzuschließen. 
Substratbereitstellung
Die Sicherung der Einsatzstoffe (Maissilage, Grassilage, Ganzpflanzensilage) beginnt mit der Analyse der regionalen landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die äußerst unterschiedlich sein können. Die Bodenfruchtbarkeit, die jährlichen Niederschlagsmengen und die fachliche Qualifikation des landwirtschaftlichen Betriebes bestimmen das zu erwartende Ertragsniveau pro Hektar. Aus diesen Parametern wird der Flächenbedarf für die geplante Biogasanlage berechnet. 
Alternative Biogasnutzung
Eine zukunftsträchtige Technik ist die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität. Sie ermöglicht den Verzicht auf die Entwicklung von Wärmekonzepten und stellt eine alternative Variante bei der Standortauswahl dar. Hier wurden bereits erste Projekte realisiert. 
Investoren
Nach Abschluss der Verträge für den Standort, die Einsatzstoffe und den Wärmeverkauf ist ein Biogasprojekt zur Präsentation für Investoren vorbereitet. Neben dem Vertragswerk und einem Expose zur Projektbeschreibung wird dem Investor die Wirtschaftlichkeitsberechnung als Entscheidungsgrundlage vorgelegt.
Investoren kommen mittlerweile aus allen Wirtschaftsbereichen. Kapitalanleger engagieren sich als stille Beteiligte in GmbH & Co KG’s oder als Anleger in sogenannten Bioenergiefonds. Bei Energiekonzernen hat das Interesse an Investitionen in Biogasprojekten über Tochterfirmen in letzter Zeit ebenso stark zugenommen. Grund dafür ist unter anderem auch die viel versprechenden Potenzialanalysen und Zukunftsprognosen für Biogas. Zum Seitenanfang |